Der Studierenden-

dialog

Die 2007 ins Leben gerufene Projektreihe der Deutsch-Chinesischen Studierendendialoge hat es sich zum Ziel gesetzt, deutsche und chinesische Studierende miteinander zu vernetzen und das Bewusstsein junger Menschen beider Länder für gemeinsame politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu schärfen. Vier Dialogwochenenden mit Vorträgen, Workshops und Gelegenheit zum Austausch über für die deutsch-chinesischen Beziehungen relevante Themen wurden bereits erfolgreich veranstaltet. Die Teilnehmenden waren jeweils zur Hälfte deutsche und chinesische Studierende.

Der Deutsch-Chinesische Studierendendialog 2019 steht unter dem Motto „Digitalisierung als Zukunft der Industrie“.

Industriepolitik ist ein kontrovers diskutiertes Thema in den deutsch-chinesischen Beziehungen, das heute aktueller ist denn je. Ging es der chinesischen Industrie ursprünglich darum, die deutsche Industrie einzuholen, begegnen sich nun beide zunehmend als Konkurrenten auf Augenhöhe. Auf das deutsche Konzept „Industrie 4.0“, das 2013 offiziell beschlossen wurde, antwortete China nur ein Jahr später mit dem Konzept „Made in China 2025“. Beide Strategien verfolgen die Einbindung moderner Informationstechnologie in Industrieprozesse, die die Arbeits- und Lebenswelt von morgen verändern werden. Wie genau diese Einbindung aussehen soll, darüber sind sich Deutschland und China jedoch nicht immer einig.

Deutsch-Chinesische

Beziehungen

China ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in Asien, Deutschland ist Chinas wichtigster Handelspartner in Europa. Angesichts der wachsenden Unsicherheitsfaktoren, internationalen Krisen und globalen Herausforderungen kommt der Zusammenarbeit und Abstimmung der beiden strategischen Partner Deutschland und China eine immer größere Bedeutung zu. 

Quelle: Auswärtiges Amt 

Deutschland und China feiern ihre "Innovationspartnerschaft". Das ist gut und ambitioniert. Allerdings verstehen die beiden Staaten darunter völlig Unterschiedliches.

Quelle: Die Zeit (7.Juli 2014)

Die Volksrepublik China ist für viele deutsche Unternehmen zu einem der wichtigsten Absatzmärkte geworden. Umgekehrt hat China in Deutschland seinen größten europäischen Handelspartner gefunden. Eine kurze Geschichte der Superlative.

Quelle: BDI

Diese Komplementarität von Industrie und Technologie ermöglicht hervorragende Chancen für Innovationen und die weitere Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland.

Quelle: Chinesische Handelskammer

Made in China 

2025

China, die Werkbank der Welt: Das war gestern. So will es zumindest die chinesische Regierung. Kürzlich hat sie einen Fahrplan für die Modernisierung der chinesischen Industrie verabschiedet. Die "Made in China 2025"-Strategie formuliert ehrgeizige Ziele bis 2025. Doch das ist nur die erste Etappe. Bis zum 100. Geburtstag im Jahr 2049 soll die Volksrepublik zur führenden "Industrie-Supermacht" aufsteigen. Die Marke "Made in China" soll dann nicht mehr für billige Massenware, sondern für Innovation, Qualität und Effizienz stehen.

Quelle: Zeit online (27.05.2018)

In dem fernöstlichen Land gibt es hingegen aber nicht nur eine groß angelegte Strategie, sondern auch die für die Umsetzung notwendigen Investitionen in Milliardenhöhe. In die Fonds für intelligente Fertigung sind beispielsweise knapp drei Milliarden Euro geflossen. Für die Halbleiter-Industrie werden circa 20 Milliarden Euro bereitgestellt. Von solchen Beträgen kann man in Europa nur träumen. Außerdem ist in China eine hohe Stringenz in der Umsetzung zu beobachten. In dem Zeitraum, in dem in Deutschland und Europa Bauvorprüfungen stattfinden, werden in China Flughäfen gebaut und sogar eröffnet. Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und unsere Position in den internationalen Märkten.

Quelle: SPRINGER (13.06.2018)

China has poured massive resources into education and training; it accounted for over one-fifth of all science and engineering bachelor’s degrees awarded globally in 2014 (...).

The number of students graduating in science and engineering in China has quadrupled between 2002 and 2014.

Quelle: Frondes (10.08.2018)

Industrie 4.0

Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 zielt darauf ab, die deutsche Industrie in die Lage zu versetzen, für die Zukunft der Produktion gerüstet zu sein. Sie ist gekennzeichnet durch eine starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten (Großserien-) Produktion. Kunden und Geschäftspartner sind direkt in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse eingebunden. Die Produktion wird mit hochwertigen Dienstleistungen verbunden. Mit intelligenteren Monitoring- und Entscheidungsprozessen sollen Unternehmen und ganze Wertschöpfungsnetzwerke in nahezu Echtzeit gesteuert und optimiert werden können.

Quelle: BMBF

Seit den 1970er Jahren zog die Informationstechnologie in die Unternehmen ein. Desktop PCs, der Einsatz von Office-IT und erste computergestützte Automatisierungen revolutionierten die Industrie. Für Industrie 4.0 ist nicht der Computer die zentrale Technologie, sondern das Internet. Mit der weltweiten Vernetzung über Unternehmens- oder Ländergrenzen hinweg gewinnt die Digitalisierung der Produktion eine neue Qualität: Das Internet der Dinge, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation und Produktionsstätten, die immer intelligenter werden, läuten eine neue Epoche ein – die vierte industrielle Revolution, Industrie 4.0.

Quelle: plattform i4.0

Die sich rasch entwickelnde Plattformökonomie muss allen Unternehmen größenunabhängig faire Wettbewerbspotenziale eröffnen. Grundlage für eine breite Akzeptanz und Nutzung der Chancen der Digitalisierung ist die Gewährleistung einer hinreichenden Datensicherheit.

Quelle: BDI

Kontakt: deutschchinesischerdialog@toenissteiner-studentenforum.de

 

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